Mineralische Abfälle fallen in Deutschland in besonders großen Mengen an und stellen mengenmäßig den bedeutendsten Abfallstrom dar. Gleichzeitig besitzen sie ein hohes Potenzial als sekundäre Rohstoffquelle, da viele dieser Materialien durch geeignete technische Verfahren aufbereitet und erneut genutzt werden können. Eine hochwertige Verwertung trägt dazu bei, natürliche Ressourcen zu schonen und den Bedarf an Deponieraum nachhaltig zu reduzieren. Vor allem Bau- und Abbruchabfälle nehmen hierbei eine zentrale Rolle ein: Sie machen etwa die Hälfte des gesamten Abfallaufkommens aus und werden bereits heute zu einem sehr hohen Anteil wiederverwertet. Voraussetzung für eine erfolgreiche Verwertung ist jedoch eine frühzeitige und sortenreine Trennung der Materialien direkt am Entstehungsort, als auch die Identifikation der Möglichkeiten, wie das Material verwertet werden kann.
Verwertungs- und Recyclingmöglichkeiten mineralischer Abfälle
Welche Verwertungswege für mineralische Abfälle in Betracht kommen, hängt maßgeblich von ihrer physikalischen Beschaffenheit, ihrer stofflichen Zusammensetzung sowie dem Schadstoffgehalt ab. Typische Einsatz- und Recyclingpfade sind unter anderem:
Mineralische Abfälle aus industriellen Prozessen
Diese Materialien können zu Sekundärbaustoffen für den Straßen-, Erd- und Tiefbau aufbereitet werden. Darüber hinaus ist eine Nutzung als Versatzmaterial, Deponiebaustoff oder als Rohstoffersatz in der Zementherstellung möglich. Teilweise kommen sie auch als energetisch verwertbare Stoffe in Kraftwerksanlagen zum Einsatz.
Bodenmaterial, Bauschutt und Asphaltaufbruch
Nach entsprechender Aufbereitung entstehen Recyclingbaustoffe, deren Einsatz sich an den jeweils geltenden bautechnischen Vorgaben sowie umweltrechtlichen Anforderungen orientiert.
Gleisschotter
Gebrauchter Gleisschotter kann technisch aufbereitet und wieder in einen einsatzfähigen Zustand versetzt oder für unterschiedliche Bauvorhaben weiterverwendet werden.
Aschen und Schlacken aus der thermischen Abfallbehandlung
Diese Stoffe finden Anwendung als Sekundär- oder Ersatzbaustoffe in verschiedenen Einsatzbereichen. Ergänzend erfolgt häufig eine Rückgewinnung von Metallen, um zusätzliche Wertstoffe aus dem Materialstrom zu erschließen.
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